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Kleider auf Tisch

Kleiderschrank ausmisten – eine Entscheidungshilfe

2 | 2019-03-14 05:40 | Style Blog

Frühlingszeit: Zeit für mehr Frische und Leichtigkeit und… zum Ausmisten. Nicht war?

Für mich ist aber nicht nur der Frühling die Zeit meinen Schrank umzukrempeln, ich mache das mindestens 2 mal im Jahr, wenn nicht sogar 3-4 mal. Ich finde es wahnsinnig „interessant“ zu sehen, was sich eigentlich wieder alles angesammelt hat und mir neue Kombinationen zu überlegen, aber vor allem auch die Erkenntnis, was ich eigentlich alles garnicht trage.

Das Ausmisten ist einfach wahnsinnig befreiend und es macht Spass hinterher in einen übersichtlichen und organisierten Schrank zu schauen.

Wie gehst du also am besten vor um deiner Traum Garderobe näher zu kommen? Das möchte ich dir heute verraten!

Kleiderschrank ausmisten- die Vorbereitung

Marie Kondo I am not! Es geht bei mir also wesentlich weniger minimalistisch zu und ein nettes Getränk (Spritz?) und Musik sind ausdrücklich erwünscht!

Um dir die Entscheidungen zu erleichtern und natürlich um später eine Garderobe zu haben, die wirklich dir und deinem Lifestyle entspricht, mache dir Gedanken, für welche Anlässe du Outfits benötigst.

Wie viel Zeit verbringst du im Job, draussen, beim Sport etc.? Die Tabelle unten soll lediglich ein Gedankenanstoss sein. Welches sind deine persönlichen Kategorien?

Dann ermittelst du, wieviel % deiner Kleidung für den Job tauglich sein sollte, wieviel für den Ausgang etc. Das wird das Ziel deiner zukünftigen Garderobenplanung sein. Die Erkenntnis kommt meist, wenn man realisiert wie stark sich der SOLL-Zustand vom IST-Zustand unterscheidet!

Übersicht. Wie viele Kleider für was?

Meine Kundinnen (und ich…) haben oft viel zu viele Stücke zum Ausgehen, für schöne Restaurants oder Feste im Schrank, als es wirklich Gelegenheiten gibt diese zu tragen. Um solch totes Kapital zu vermeiden überschlage ich vor dem Kauf gern die „cost-per-wear“ also die Kosten eines Kleidungsstück pro mal Tragen. Das kann man natürlich im Voraus nur schätzen. Wenn ich davon ausgehe, dass ich ein festliches Kleid für 500CHF ca. 2x trage, gebe ich das Geld lieber für ein tolles Alltagsoutfit aus, dass ich 30x trage und mich daran erfreue, oder?

Festliche Kleider kann man auch mehr und mehr Ausleihen! Wie genial! z.B. Hier: Fashion Emergency

Ok, das war ein kleiner Exkurs, jetzt zurück zum Ausmisten!
Jetzt geht’s nämlich an’s Eingemachte:

Was willst du mit deinen Looks erreichen?

Die praktischen Ziele haben wir ja bereits besprochen (Tabelle oben). Nun geht’s um deine Ausstrahlung und das Bild, das du von dir vermitteln willst.

Dafür ziehst du 2 Outfits an. Eines, dass du sehr liebst, öfter mal trägst und in dem du dich grossartig fühlst. Das zweite ist ein Outfit (oder Einzelstück), das du selten/nie trägst und in dem du dir nicht wirklich gefällst.

Beantworte ganz ehrlich für dich:

Wie fühlst du dich genau in den beiden Outfits (z.B. weiblich, stark, modern, sexy, durchsetzungsstark, …)? Was gefällt dir so gut daran / was gefällt dir an dem anderen nicht?

Auf diese Weise ermittelst du die Keywords, die deine Garderobe und deine zukünftigen Einkäufe erfüllen sollen. Diese Klarheit hilft dir, Entscheidungen über Behalten oder Weggeben zu treffen.

Erstmal: Auf Problemfälle fokussieren

In vielen Aufräumratgebern wird empfohlen, den Schrank komplett auszuräumen und alles anprobieren. Das ist super, wenn man mindestens einen vollen Tag lang motiviert ist. Meiner Erfahrung nach, ist nach spätestens 3 Stunden soviel Luft raus, dass das Ausmisten einfach keinen Spass mehr macht. Daher empfehle ich, sich auf die Stücke zu konzentrieren, die min. 1 Jahr lang nicht oder nur ungern getragen wurden.

Stücke die du gern trägst, dürfen also direkt im Schrank bleiben.

Die Problemfälle nimmst du nun aus dem Schrank und legst sie auf’s Bett. Wenn sie im Schrank hängen bleiben, besteht nur die Gefahr, dass man einmal kurz den Stoff anschaut, denkt: „Weiss‘ nicht..“ und das Teil einfach hängen lässt.

Jetzt gehst du für jedes einzelne Teil diese Fragen durch:

  • Ist es qualitativ noch in Ordnung?

    • Ist es abgetragen?
      • Weg damit!
    • Hat es Schäden die man reparieren kann?
      • Wenn du es wieder tragen möchtest: Teil für Änderungsschneiderei weglegen!
    • Passt es mir?
      • Wenn du es wieder tragen möchtest: Möglichkeiten mit der Änderungsschneiderei besprechen!
  • Wie fühlst du dich, wenn du es trägst? Steht es dir?

    • Irgendwie komisch/ ungewohnt..
      • Hole Rat von einer ehrlichen Freundin ein!
        • Ist es nur ungewohnt, oder „bist das einfach nicht du“?
    • Kopfschütteln / Lachen…
      • Weg damit!
    • Eigentlich garnicht so schlecht!
      • Behalten und möglichst bald einmal ausser Haus tragen. Wie fühlst du dich darin?
  • Würdest du es eigentlich gerne öfter tragen?

    • Nein!
      • Weg damit!
    • Ja!
      • Warum hast du es so lange nicht getragen?
        • Es passt zu nicht’s im Schrank!
          • Suche dir Inspiration (z.B. Pinterest) wie du das Teil tragen könntest.
        • Ich habe keine Gelegenheit gehabt!
          • Denkst du, dass sich (realistisch!) in den nächsten Monaten die Gelegenheit ergibt?
          • Nein? →Weg damit!
  • Behälst du es nur, weil es ein Geschenk war bzw. weil du einmal Geld dafür bezahlt habe?
    • Gib‘ es zum Second Hand, wenn es einen Wiederverkaufswert hat.
      • z.B. Boutiquen in deiner Stadt
      • z.B. Zalando Marketplace
      • z.B. Facebook Marketplace
      • z.B. Kleiderkreisel.de
      • z.B. Rebelle.com für Designerstücke
  • Behälst du es nur, weil es dich an ein schönes Ereignis erinnert?
    • Verpacke das Teil sorgfältig und staubsicher und verstaue es „aus dem Weg“. Evt. im Keller/ Dachboden / Koffer… aber auf jeden Fall aus dem täglichen Schrank heraus. Es versperrt Sicht und Ordnung auf die brauchbaren Stücke.

Wenn du sehr unsicher bist: Denke an deine Bedarfstabelle (pink oben). In welche Kategorie gehört das Teil? Eine in der du ohnehin schon zu viel hast?

Wohin mit aussortierter Kleidung?

Natürlich kann man Kleidung einfach in der Altkleidersammlung abgeben. Dies ist in den letzten Jahren vermehrt in die Kritik geraten, da die Verwendung der Kleider oft unklar ist. Was noch tragbar ist, geht bekanntermassen nach Afrika, was sich sehr negativ auf die afrikanische Textilproduktion und damit auf die Selbstständigkeit der Länder auswirkt.

Kleidung, die man bei Zara, H&M usw. abgeben kann, landet zumeist im selben Kreislauf, wie die Altkleidersäcke.

Wenn ihr also aus verschiedenen Gründen, die Altkleidersammlung nicht benutzen möchtet, könnt ihr sie direkt an Bedürftige spenden. Mehr Info findet ihr bei verschiedenen Kleiderkammern. Die z.B. von der Caritas oder der Arbeiterwohlfahrt betrieben werden. Mehr Info findet ihr auch bei „wohin damit?“.

Hast du weitere Ideen, wo man alte Kleidung sinnvoll abgeben kann? Kennst du andere Second Hand Plattformen, die du empfehlen kannst? Das würde sicher einige Leserinnen sehr interessieren! Schreibe es doch in die Kommentare!

Jippiee! Den größten und anstrengendsten Teil hast du schon erledigt!

Neue Outfit Kombinationen finden

Sicherlich sind einige der ungetragenen Teile im Schrank geblieben, oder?
Damit sie nicht wieder ein Jahr ungetragen rumliegen, erstellen wir gleich Outfits damit!

Spätestens jetzt solltest du diese Teile einmal anziehen und dich auf die Suche nach Outfitpartnern machen. Meist sind es ja nicht die Basics, die ungetragen zurückbleiben, sondern eher spezielle Designs. Mache es dir also leicht und schaue als erstes deine Basics durch um Kombipartner für die modischeren Teile zu finden.

Gute Inspiration findest du auch auf Pinterest. Gib dort dein Teil einfach in die Suche ein z.B.: „grüne Jeans“ und du wirst sicher fündig. Schlimmstenfalls findest du alle Bilder schrecklich und dann ist das Teil vielleicht doch ein Kandidat zum Aussortieren!

Mehr Hilfe und Inspiration zum Kombinieren von Outfits findest du auch in meinen anderen Posts:

Stylische Outfits kombinieren 

Oder in meinem Email Guide:

7 neue Outfits, die du bereits im Schrank hast!

Das Kombinieren von Teilen dauert meist einige Zeit und macht (zumindest mir) riesen Spass! Daher lasse ich dich nun arbeiten und melde mich nächste Woche wieder mit diesem Post:

Wie ihr den Schrank sinnvoll strukturieren und organisieren könnt.

bis dann!
xoxo,
Ingrid

Cardigan Outfit Inspiration

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1 Comment

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