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Wie du deinen Kleiderschrank perfekt organisierst

2 | 2019-04-03 08:30 | Style Blog

Auf Wunsch meiner Leserinnen nenne ich ein paar Brands. Diese Werbung erfolgt ohne Auftrag der Hersteller.

Letzte Woche habe ich euch geschrieben, wie Ihr euren Schrank sinnvoll ausmistet, jetzt geht es an’s Einräumen bzw. an’s Organisieren. Hast du den Post letzte Woche schon gelesen? Hier ist er: Kleiderschrank ausmisten ohne Reue!

Je besser der Schrank organisiert ist, desto leicht fällt -logisch- das Zusammenstellen von Outfits und letztlich sogar das Vermeiden von Fehlkäufen, weil uns viel besser präsent ist, was eigentlich schon alles vorhanden ist.
Ich persönlich finde auch, dass es ein wahnsinnig schönes und entspannendes Gefühl ist, in einen organisierten und aufgeräumten Kleiderschrank zu schauen, im Gegensatz zu einem vollgestopften Kleiderhaufen.

Wie soll ich meinen Kleiderschrank organisieren?

nach Anlass

Am schnellsten findest du deine Sachen wieder, wenn du als erstes nach Anlässen sortierst.  Diese sind bei jedem etwas unterschiedlich. Z.B. Job, Freizeit, Sport, Outdoor inkl. Jacken/Mäntel, Events, Loungewear/Pyjamas… Je nach dem, für welche Anlässe du Outfits benötigst. Wenn du die meisten Teile im Job und Freizeit trägst, dann brauchst du das nicht zu trennen. Für Frauen, die aber einige Stücke ausschliesslich im Job tragen, macht es Sinn, diese getrennt von den Freizeitteilen zu hängen. So musst du nicht alle Oberteile am Morgen durchsuchen, bis du genau dieses Seidentop gefunden hast, dass du jetzt unten den Blazer ziehen wolltest. Am Morgen ist die Zeit ja schon knapp genug.

nach Kategorien

Soll heissen: Pullis zusammen, Cardigans, T-Shirts langärmlig, T-Shirts kurzärmlig, Hosen (Stoff), Jeans, Blazer, Blusen, Röcke, Kleider. Ja, ich trenne wirklich lang- von kurzärmlig bei Shirts und bei Blusen. Meist diktiert das Wetter, was man gerade sucht und dann ist das richtige Teil so einfach schneller zu finden.

nach Farbe

Innerhalb der Kategorien sortiert ihr dann nach Farben. Z.B. von hell nach dunkel. Dies‘ ist nicht unbedingt nötig, macht aber einen viel aufgeräumteren Gesamteindruck, wenn man den Schrank öffnet.

und nach Saison?

Meiner Erfahrung nach tragen wir einen Grossteil der Sachen die meisten Monate des Jahres- einfach in unterschiedlichen Kombinationen. Daher sortiere ich nicht wirklich nach Saison.
Aber: „Extreme“ Teile, wie Beachkleider, Daunenjacken und sehr dicker Strick, nehme ich ganz aus dem Schrank, wenn sie gerade nicht in der Saison sind. Diese „verstopfen“ nur den Blick auf die Teile, die wir täglich tragen wollen. Verstaut sie also besser in sauberen Boxen im Keller, unter dem Bett, oder oben auf dem Schrank.

Welche Stücke sollen liegen, welche hängen?

Auf jeden Fall hängen:

  • Jacken und Blazer (aber das legt auch niemand hin, oder?)
  • Blusen
  • Kleider

Je nach Platzangebot bzw. Vorliebe:

  • Hosen & Jeans
  • T-Shirts
  • Schals und Tücher

Auf jeden Fall legen:

  • Strickwaren

Diese bekommen nach einer Weile hässliche Beulen von den Kleiderbügeln. Je schwerer das Teil, desto schlimmer. Doch auch T-Shirts können Beulen an den Schultern bekommen, wenn man zu dünne Kleiderbügel verwendet. Zur Schrankausstattung wie Kleiderbügeln findet ihr unten mehr.

Ich rate dazu, soviel wie möglich zu hängen, da ihr so am wenigsten mit Falten zu kämpfen habt. Ausserdem ist es sehr praktisch alle Oberteile beisammen zu haben. So müsst ihr nicht erst alle hängenden Blusen und danach alle liegenden T-Shirts durchsuchen, um ein Oberteil zum Kombinieren für eine bestimmte Hose zu finden. Alle Teile sind auf einen Blick zu sehen. Leider werden die wenigsten von uns so viel Platz haben, alle T-Shirts zu hängen, aber man darf ja nochmals träumen!

Das war ja noch relativ einfach, oder? Tricky wird es erfahrungsgemäß bei den Accessoires. Diese verstecken sich gern in irgendwelchen Kistchen und was wir nicht sehen, tragen wir auch nicht. Schade, oder?

Accessoires verstauen

Hier gibt es zahlreiche Helfer im Handel. Zum Hängen z.B. grosse Ringe, auf die die Gürtel und Schals gezogen werden oder Schubladeneinsätze um diese aufgerollt und gut sichtbar zu verstauen.
Ihr könnt auch ganz einfach Klebehaken in die Innenseite eures Schrankes kleben und Gürtel und Schals darüber hängen.

Beispielbilder findet ihr weiter unten.

Ich persönlich habe verschiedene Accessoires auf meiner Kommode drapiert. Ich mag, es sie Dinge offen zu sehen und sie Gerten natürlich auch nicht so leicht in Vergessenheit, als wenn allen in Schächtelchen und einzelnen Boxen verstaut ist. Das Schubladenelement in Acryl finde is übrigens super praktisch- es ist von Muji.

Kleiner Tip am Rande: Wenn Ihr eure Kleinigkeiten auf einer Unterlage zusammenstellt (ich habe ein Tablett für meine Flacons benutzt) sieht es gleich aufgeräumter aus, als würde Sie direkt auf der Kommode stehen. Ihr könnt auch ganz einfach ein schönes Coffee Table Book als Untersetzer benutzen.

Weitere Accessoires, wie z.B. aufgerollte Gürtel verstaue ich in den schmalen Schubladen der Kommode.

Kommoden mit Modeschmuck und Parfüm

 

 

 

 

Swimwear und weitere Kleinigkeiten

Dinge, wie Bikinis, die ihr nicht oft benötigt, aber doch das ganze Jahr durch immer mal wieder, könnt ihr ideal in Boxen ganz oben oder unten im Schrank verstauen. Es müssen ja nicht die Kellerboxen aus dem Baumarkt sein. In der Papeterie gibt es wunderschöne Designs aus Karton.

Denkt aber auf jeden Fall daran, die Box zu beschriften. Sonst wundert ihr euch in 3 Jahren, was in der Kiste eigentlich drin ist..!?

Kleiderschrank organisieren: Praktische Helfer

Schrankaccessoires, wie diese Schubladentrenner, findet ihr mittlerweile in den meisten Einrichtungshäusern, Baumärkten, in grossen Supermärkten oder online. Sie sind super für allen Kleinkram, aber auch Gürtel, Wäsche oder um grosse Fächer in zwei Teile zu teilen.

Fächer für Accessoires
Teleskopschieber
Fächer für Gürtel
Aufbewahrung

Ich spreche ja nicht gern von „must haves“, da ich nicht denke, dass irgendwer irgendetwas unbedingt haben muss, aber bei Fusselrollen- und Rasierer mache ich mal eine Ausnahme! Was könnte mehr nerven, als ich auf dem Weg zum Büro Fusseln und Haare von der Kleidung zu zupfen?! Also, hier gibt’s Abhilfe. Beides gibt es in vielen grösseren Supermärkten.

Ein kleines Näh-Kit (wie man es in Hotels findet) und meine Box mit Ersatzknöpfen habe ich auch immer griffbereit. Wenn man ehrlich ist: Oft ist es nicht das Annähen von Knöpfen, das nervt, sondern das man erstmal Nadel/Faden/Knöpfe suchen muss, oder?

Last but not least: „Mottenzeugs“. Zum Hängen oder zum Legen, wie es für euch praktisch ist. Auf ein Bild habe ich verzichtet… Wer schon mal Motten hatte, weiss wie traurig das sein kann. Mit mangelnder Hygiene hat das übrigens nichts zu tun. Oft bringt man sie in neu gekaufter Kleidung mit nach Hause.
Schöner als klassische Mottenprodukte sind Zedernholzprodukte wie Zedernholzbügel oder Kugeln für Schubladen. Das Problem dabei ist, dass man das Holz alle 3-4 Monate mit Sandpapier abschleifen sollte um den Effekt aufzufrischen.

Rolle mit klebendem Papier
Nadel und Faden
Fusselrasierer
Schuhe auf Gestell

Kleiderbügel

Ich werde sehr oft gefragt, welche Kleiderbügel die besten sind und empfehle gern folgende:

  • Holzbügel für schwerere Teile wie Blazer und Strick  (schweren Strick besser legen)
  • Dünne, samtbezogene Bügel für Blusen und Tops in undenkbarem Stoff
  • Klemmbügel für Röcke

Ich kaufe immer genau die selben Holzbügel, genau die selben Samtbügel, damit mein Schrank noch aufgeräumter aussieht. Wo ihr eure Bügel kauft, spielt keine grosse Rolle. Ich kann meist kaum Qualitätsunterschiede erkennen. Wichtig ist einfach, dass die Holzbügel nicht rau sind, sondern schön glatt mit sie keine Stoffe verletzen. Praktisch ist es auch, wenn man den Metallhaken drehen kann- ist aber kein Muss.

Für sehr kleine Schränke können Mehrfachbügel wie unten rechts im Bild nützlich sein. Wenn möglich würde ich aber darauf verzichten. Meiner zumindest ist sehr glatt, d.h. wenn man eine Hose herunternimmt, fallen alle anderen herab. Ausserdem sieht man die unteren Teile sehr schlecht und vergisst sie somit einfach.

Kleiderbügel weiss
Kleiderbügel Röcke
dünner Bügel
Hosenbügel

Schuhe und Taschen aufbewahren

Mich macht es richtig traurig, zu sehen, wie Schuhe und Taschen manchmal regelrecht zusammengeknüllt oder in Boxen gestopft und unter das Bett geschoben werden. Wenn ihr lange Freude daran haben wollt, dann solltet ihr diese immer mit einem dünnen Papier (z.B. Seidenpapier- auch recyceltes) ausstopfen. Gerade Schuhe bleiben so viel länger in Form und Taschen bekommen keine hässlichen Knicke.

Taschen bewahre ich in ihren eigenen Dust Bags auf, Schuhe in ihren Kartons. So werden sie sicher nicht gedrückt und ich kann die Kisten (fast) unendlich hoch stapeln. Nur Schuhe die ich sehr oft trage, stehen im Garderobenschrank auf sogenannten „Schuhstaplern“. Falls ihr Schuhstapler nicht kennt: Oben im Raster findet ihr ein Bild.

Mit Photo Labeln Ordnung schaffen

Wie behält man den Überblick wenn, wenn Schuhe und Taschen so gut eingepackt sind?
Easy: Ich mache ein Foto und klebe es auf den Schuhkarton, bzw. in die Innenseite der Schranktür um zu sehen, welche Taschen dort in ihren Dust Bags lagern. Ihr könnt eure Taschen und Schuhe natürlich ganz einfach fotografieren und ausdrucken. Mich hat es irgendwann etwas genervt, immer erst die Bildmasse am Laptop zu korrigieren, damit sie auf den Schuhkarton passen.
Darum habe ich mir einen kleinen Luxus gegönnt. Einen Smart-Phone-Photo-Drucker (nennt man das so)? Den HP Sproket Plus um genau zu sein. Er druckt Handy Bilder auf kleine Sticker (8.6 x 5.8cm) und macht so das Labeln mitFotos sehr bequem. Ich möchte aber garnicht zu viel Werbung für das Gerät machen, er hat auch so seine Problemchen, aber im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden.

So sieht das ganze nun in meinem Schrank aus:

Fotos von Taschen in Schranktür
Diese Taschen sind in diesem Schrank

 

Der Königsweg: Kleiderschrank umbauen

Wir haben vor wenigen Jahren in einen Einbauschrank genau nach unseren Wünschen investiert und es keinen Tag bereut. Erstens sieht es natürlich perfekt aus, wenn es keinen Spalt zwischen Schrank und Decke gibt und der Schrank perfekt angepasst ist.

Vor dem Einbau haben wir penibel ausgemessen und überlegt, wieviele Kleiderstangen (bodenlang oder halbhoch), wieviele Hosenhänger, wieviele Tablare und wieviele Schubladen wir brauchen.

Klar, alles customized ist die ideale Lösung. Aber auch, wenn ihr nicht gleich einen Kleiderschrank einbauen lassen wollt, gibt’s mittlerweile tolle Lösungen zum Nachrüsten. Kleiderschränke haben übrigens fast immer sehr ähnliche Masse! Falls ihr als nicht mehr wisst, woher eurer überhaupt stammt und wo ihr neues Innenleben bekommen könntet: Messt einfach mal aus und schaut, ob es nicht etwas bei Ikea gibt. Das Pax System ist so ein Standard Mass und hier findet ihr viel Innenleben, Ersatzbretter, Schubladeneinsätze, die mit vielen Schränken kompatibel sind.

Ankleidezimmer: dos & don’ts

Die meisten meiner Leserinnen wünschen sich eine kleine, feine Garderobe, die sie easy kombinieren können. Wenn du zu der anderen Partei gehörst, und dir ein Ankleidezimmer wünscht (oder schon hast?), dann hab‘ natürlich auch ein paar Tips extra für dich:

  • Kein Sonnenlicht
    • Waaaas? Ja, wirklich. Sonneneinstrahlung kann ganz besonders weisse, schwarze und rote Stücke ausbleichen oder vergilben. Ihr werdet sehr schnell ausgeblichenen Streifen auf den Schultern der Kleidungsstücke feststellen, die auf einem Bügel hängen, oder am Falz der gefalteten Teile.
    • Ein Fenster ist grossartig. Es sollte aber immer wenn ihr nicht im Zimmer seid vollständig abgedunkelt sein.
  • Staub
    • Staub schadet euren Sachen nicht so sehr wie Sonne, trotzdem ist es sehr nervig vor dem Tragen die Teile mit einer Fusselrolle abzubürsten, oder?
    • Ich empfehle daher zumindest gewisse Abteile im Ankleidezimmer mit Türen zu verschliessen. Das schützt natürlich auch gleichzeitig vor der Sonne. Hinter verschlossenen Türen würde ich vor allem Wolle und Blazer aufbewahren.
  • Regelmässig ausmisten
    • Viel Platz verführt natürlich dazu, zu horten und irgendwann total den Überblick und damit die Lust an der Mode zu verlieren. Das Ankleidezimmer kann wie eine Abstellkammer zum Stressfaktor werden.
    • Auch wenn keine Platznot besteht: Min. 2x im Jahr aufräumen und ggf. umdekorierten von hübschen Ecken (Accessoires ausstellen) hilft, dass dies euer Lieblingszimmer bleibt.

 

Ich glaube, nun seit ihr gerüstet Ordnung in eure Garderobe zu bringen! Habt ihr noch Fragen oder weitere Tips? Schreibt mir unten in’s Kommentarfeld!

Hier nochmals der Link zum 1. Teil dieser kleinen Serie: Kleiderschrank ausmisten – eine Entscheidungshilfe!

liebe Grüsse,

Ingrid

1 Comment

  1. finn

    Die Tipps zum Organisieren des eigenen Kleiderschrankes würde ich gerne meiner Tochter weiterleiten. Für sie haben wir einen neuen Dachschrägschrank bestellt. Ich hoffe vom Herzen, dass die Regale für sie ausreichen, sonst müssen die noch hinzugefügt werden. Zum Umbauen haben wir ja nicht genug Platz. Danke!

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