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Hurra Bikinisaison! So findest du den passenden für deine Figur!

Bikini mit Hut und Sonnenbrille

Hurra Bikinisaison! So findest du den passenden für deine Figur!

2 | 2018-04-07 10:43 | Style

+++ UPDATE 15.06.2021+++

Was gibt es schöneres, als im Bikini entspannt in der Sonne zu liegen, an einem feinen Drink zu nippen und auf’s Wasser zu schauen?
ABER: Diesen herrlichen Bikini (oder Badeanzug) müssen wir erst einmal finden! Und das sieht doch in der Regel so aus:  Grauenhafte Muster, VIEL zu wenig Stoff, grelle Umkleiden, weisse Winterhaut, Oberteil passt-Unterteil nicht. Müssen wir da wirklich durch?

Ab jetzt wirst du viel schneller den Bikini finden, in dem du dich so richtig gut angezogen fühlst! Das geht nämlich durchaus- auch mit so wenig Stoff- wenn Stoff, Schnitt und Farben stimmen!

Das solltest du über Swimwear wissen

Manche von Euch wissen, dass ich einige Jahre lang als Leiterin Produktentwicklung / Qualitätsmanagement in der Wäscheindustrie gearbeitet habe und dort ebenfalls für die Entwicklung einer Swimwear Kollektion verantwortlich war. Deshalb kann ich Euch mit ein bisschen Theorie leider nicht verschonen:

Sonnencreme, Salz-oder Chlorwasser und Schweiss sind wahnsinnig aggressive Substanzen, die die besten Gummibänder beschädigen. Daher steht auch immer der Hinweis: „Nach jedem Tragen gründlich waschen“ in den Teilen (was in den Ferien niemand macht, ODER?) Leider wäre das aber wirklich super wichtig um diese ganzen Rückstände los zu werden und die Gummis zu schonen.  Auch die Stoffe werden schnell hart und „brettig“, wenn man sie nicht gut genug (soll heissen: mit Waschmittel) auswäscht.

Swimwear muss also wirklich ganz schön etwas aushalten, bei den Strapazen denen die Teile regelmässig ausgesetzt werden. Kein Wunder also, dass dünne Stoffe schnell ausleihen, durchsichtig werden, die Gummis an Elastizität verlieren etc. Wer fühlt sich schon wohl in einem kleinen Stückchen Stoff, das lose am Körper herumschlackert?

Es lohnt sich also unbedingt auf einen gewissen Qualitätsstandard zu achten, um nicht nach dem ersten Bad praktisch nackt dazustehen. D.h. gefütterte Teile und vor allem Swimwear von einem auf Swimwear spezialisierten Brand. Diese Leute wissen was sie tun, machen die entsprechenden Tests mit ihren Stoffen und Zutaten. Bei irgendeinem grossen Fashionbrand, dass im Sommer mal schnell 10 Badeanzüge mit den den Laden hängt, ist so eine Expertise i.d.R. nicht vorhanden.

Jetzt aber, was ich euch heute eigentlich schreiben wollte:

Welcher Bikini für meine Figur?

Wie findet man den richtigen Bikini? Auch mit einem so kleinen Stückchen Stoff kann man tatsächlich noch die Figur ein Stück weit optimieren! Und wenn er uns helfen kann uns schöner zu fühlen, dann soll er das doch bitte auch tun! Wie immer gilt das Prinzip: Wir lenken den Blick auf unsere Schokoladenseite und weg von -sagen wir mal: irgendwelchen anderen Stellen!
Das heisst: Wenn ihr z.B. eure Taille und den Oberkörper betonen wollt (anders ausgedrückt: Die Blicke lieber weg von der Hüfte lenken wollt), dann schaut, dass das Unterteil wenig Muster hat, am besten einfarbig ist und sicher keine Deko hat wie Bänder/Schnüre/Schnallen oder Perlen, die herumhängen etc. Diese Art Details gehört in dem Fall an’s Oberteil.
Habt ihr meinen Post über die Bodytypes gelesen? Schaut doch vorab mal rein! Ich erläutere Euch die häufigsten Bodytypes!

Die Birnenfigur (Schokoladenseite: Oberkörper)

Die Birne hat breitere Hüften und Oberschenkel und möchte daher eher Taille und Brust betonen. Ideal sind schlichte, Einfarbige Bikinihosen ohne Deko wir Bänder, Schleifen oder Schnallen. Dies würde nur die Blicke auf die Hüfte lenken, daher nutzen wir solche Elemente lieber am Oberteil. Auch auffällige Farben und Muster gehören ebenfalls auf das Oberteil.
Der Birne stehen Neckholder Bikinis / Badeanzüge sehr gut. Auch Raffungen am Oberteil sind super um etwas Volumen zu schaffen und die Hüfte so optisch auszugleichen. Auch klassischen BH-Formen als Oberteil (mit Bügel und gepaddeter Schale) passen hier gut. Dieses Oberteil passt ohnehin fast allen Figuren!

4 Skizzen von Bikinis für breitere Hüfte
Bikinis & Badeanzüge für die Birnen Figur

Die V-Figur (Schokoladenseite: Beine, Hüfte, Po)

Die V-Figur hat relativ breite Schultern im Vergleich zur schmalen Hüfte. Schmale Spaghettiträger sehen daher unproportional aus auf breiteren Schultern, deshalb setzt eine V-Figur am besten auf breite Träger und einen tiefen V-Ausschnitt. Auch Push up oder BH-Shapes mit einem sehr tiefen Décolleté eignen sich gut. Muster, Farben und Dekorationen gehörten hier auf das Unterteil.
An der V-Figur sehen auch hohe/ sehr hohe Beinausschnitt besonders gut aus. Diese sind auf meinen Skizzen leider nicht sehr gut erkennbar, aber ihr wisst, was ich meine.

drei Badeanzüge für breite Schultern
Bikinis & Badeanzüge für die V-Figur

Die Sanduhr (Schokoladenseite: Taille)

Ober- und Unterkörper sind hier ausgeglichen mit einer ausgeprägten Taille. Daher hat hat die Sanduhr wohl die grösste Auswahl beim Bikinikauf. Ob Dekoration oben oder unten, breite oder schmale Träger, es sieht praktisch alles toll aus. Am schönsten wäre es natürlich, die ausgeprägte Taille noch mehr zu betonen. Das gelingt perfekt mit cut-out Badeanzügen, wie es sie in den letzten Jahren mehr und mehr gut. Auch Riemendetails rund um die Taille sind ideal für die Sanduhr.
Wie auch der Birne, so stehen der Sanduhr Neckholder Oberteile oder klassische BH-Shapes besonders gut.

Badeanzüge mit Fokus auf der Taille
Bikinis & Badeanzüge für die Sanduhr

Die Säule (Schokoladenseite: Arme und Beine)

Die Säule hat schöne, lange und schmale Arme und Beine, aber wenig oder keine Taille. Daher stylst du die Taille ganz reduziert und legst den Fokus auf ein weibliches Oberteil, wie eine klassische BH-Form mit gepaddeten Cups, so dass hier mehr Volumen entsteht. Matte Stoffe sind ideal. Genauso Muster, die die Illusion einer Taille machen. Dies können auch Color Blocking Einsätze sein, d.h. der Stoff an den Seiten eines Badeanzug hat eine andere Farbe als Vorderteil und Rückseite.
Mit einem hohen Beinausschnitt werden die langen, schlanken Beine betont.

Bikinis mit hohem Beinausschnitt
Bikinis & Badeanzüge für die Säulen Figur

Plus sizes

Für dich sind matte Stoffe ideal, genauso wie dunkle Farben. Viele grössere Badeanzüge haben Raffungen am Bauch um zu kaschieren. Meiner Meinung nach tun die genau das Gegenteil. Ich empfehle dir, in ein Modell von top Qualität mit gutem Futter zu investieren (s.oben). Dies modelliert leicht und man fühlt sich nicht so nackt. Super ist auch wieder ein Oberteil mit gebadeten Cups, das weibliche Formen optimiert, anstatt platt zu drücken.
Bei Mustern setzt du am besten auf etwas grössere Muster, anstatt auf kleine Blümchen oder ähnliches. Besonders gut eignet sich auch Color blocking! Hierfür wird bei einem Badeanzug an der Seite eine andere Farbe als vorne und hinten eingesetzt. Dieser vertikale Farbkontrast zaubert sofort eine viel schmalerer Silhouette.

Badeanzüge für grosse Grössen
Für Puls Size funktionieren farblich abgesetzte Seiten besonders gut! Sie zaubern eine Taille!

Badeanzüge für kleine Oberweite

Entgegen dem ersten Reflex greife hier ebenfalls zu einem BH-Oberteil mit Bügel und Padding, anstatt die Oberweite mit einem Badeanzug ohne jegliche Form oder Abnäher ganz verschwinden zu lassen. Du weisst was ich meine- die sehr sportlichen Badeanzüge, wie Sportler sie tragen, sehen sehr burschikos aus. Ein BH-Oberteil mit Raffungen wirkt hingegen an fast jeder Figur viel weiblicher.

Bandeau Tops

Können an sehr jungen Frauen noch ganz nett aussehen, stützen aber überhaupt nicht und lassen die Brust auch noch flacher erscheinen. Manche haben ein Neckholder Träger zwischen den Cups angebracht, das hilft ein kleines bisschen. Meine Meinung: Bandeau steht so gut wie niemandem und ist hauptsächlich dazu da, dass die Hersteller mal wieder „etwas neues“ verkaufen können. Am besten: Finger weg!

Qualität und Verarbeitung bei Swimwear

Wie erkennt man „gute Qualität“? Bei Swimwear -wie auch bei Wäsche- spielt die Passform eine sehr grosse Rolle, daher definiert sich Qualität hier sehr individuell. Wenn das Teil an dir gut sitzt, schön stützt und nicht bei jedem Schritt verrutscht, ist das schon sehr viel wert. Das kann mit Glück auch bei einem günstigen Stück klappen!
Ganz wichtig: Ein Innenfutter (eine zweite innen liegende Stofflage). Dies bekommt man meist nicht bei den grossen und günstigen Ketten, sondern eher bei spezialisierten Marken wie z.B. Maryan Mehlhorn, Triumph oder Gottex.  Die Investition in ein hochwertiges Produkt kann ich euch nur empfehlen! Das Futter formt den Körper einfach schöner, man fühlt sich weniger nackt, der Stoff verrutscht weniger und ist weniger durchsichtig.
Dann waren da noch die bereits beschriebenen Gummibänder ohne die bei Swimwear natürlich gar nichts geht. Die Langlebigkeit eines Elast kann man auf den ersten Blick kaum beurteilen, was ihr aber testen könnt, ist ob sie zu locker/weich/labberig sind. Träger (ganz ganz wichtig bei grosser Oberweite) sollten sich nur relativ wenig dehnen lassen, sonst habt ihr keinen Halt. Lässt sich der Träger (wenn ihr z.B. ein Stück von 10cm in die Hände nehmt) auf das doppelte oder sogar mehr ausziehen? Dann ist der Träger sehr locker und ich würde ich nur bei ganz kleiner Oberweite empfehlen.
Ein East in der Taille einer Bikinihose darf auch mal auf das doppelte dehnbar sein, dies sollte aber etwas Kraft beanspruchen, also nicht super leicht dehnbar sein. Stellt euch immer vor, dass der Stoff und der Elast im Wasser noch dehnbarer werden. Wenn ihr die Hose im Neuzustand schon fast verliert, werdet ihr im Wasser erst recht keine Freude an dem Teil haben.

Die richtige Farbe für deinen Bikini auswählen

Liebst du auch im Sommer weiße, weich fliessende Outfits so sehr wie ich? Es gibt doch nichts schöneres, wenn man leicht gebräunt ist. Mit Betonung auf: Wenn man leicht gebräunt ist! Denn weiß lässt blasse Haut noch blasser erscheinen.
Vor allem in Kombination mit einer Strohtasche oder anderen Natur farbenen Accessoires finde ich weiß einfach traumschön.

Aber: Achtung vor weißer Swimwear!

Wir wissen ja: Doppelt hält bekanntlich besser. Weiß wird im Wasser schnell mal durchsichtig!
Bei hochwertigen, gut gefütterten Modellen mag es ja noch gehen, aber erstaunlicherweise sehe ich jedes Jahr bei H&M (und ähnlichen Brands) weiße Bikinis aus sehr dünnen Stöffchen ohne Futter. Klar, diese Bikinis sind ein Weg um gewissen Instagram Accounts mega Reichweite und Likes zu bescheren, aber wenn das nicht euer Ziel ist: Finger weg von weißen Bikinis!

Ansonsten ist bei den Farben wirklich alles erlaubt. Gerade bei Swimwear und im Hochsommer sehen bunte Kombinationen, tropische Prints und leuchtende Farben, an die wir uns ansonsten eher weniger herantrauen extra toll aus und machen so richtig gute Laune.

Möchtest du weiterlesen, welche Farben am besten zu deiner Haut und deinem Typ ausschauen? Dann spring rüber auf diesen Blog Artikel zum Thema Farbe.

Was sind deine Stories und Erfahrungen beim Swimwear shoppen? Hast du noch weitere Tips für uns? Ich freu mich über dein Kommentar unten im Kommentarfeld!

2 Comments

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  2. Kathrin

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich habe einen Bikini von speedo und der sieht nach Jahren und häufigem Tragen immernoch ganz toll aus und auch überhaupt nicht ausgeleiert. Tolle Qualität. Allerdings eher sportliches Design.
    Viele Grüße.

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